Berlin findet zurück zu seinem Ursprung. Zumindest in architektonischer Hinsicht. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden bedeutende Wohnsiedlungen wie die Gartenstadt Falkenberg, die „Tuschesiedlung“, wie der Berliner sie nennt, in Ziegelbauweise. Jetzt, rund 120 Jahre später, entdecken Bauträger den Ziegel neu. Hochwertige Neubauprojekte in Top-Lagen werden in Ziegelbauweise realisiert. Retro oder nicht – Lesen Sie, weshalb Berlin den Ziegel wieder feiert!
Bauträger sind in Zugzwang, denn die Anforderungen an Neubauprojekte steigen. Dazu gehört auch eine gute Wärmedämmung, die durch entsprechende Ziegelbauweisen erreicht wird.
Ein Ziegel besteht aus Rohstoffen wie Lehm und Ton. Diese Bestandteile lassen sich nach Angaben im zugrunde liegenden Text recyceln. Zudem verfügt der Ziegel über eine lange Lebensdauer, durchschnittlich hundert Jahre sind in der Regel möglich. Außerdem sorgt das robuste Material dafür, dass nicht allzu viele Wartungsarbeiten anfallen. Es hatte also seine Gründe, weshalb die ersten großen Wohnsiedlungen der Hauptstadt in Ziegelbauweise entstanden. Wärmedämmung, Kosten und Materialeigenschaften sind auch heute wichtige Aspekte bei der Wahl des Baustoffs.

Berliner Bauträger konzentrieren sich jetzt wieder auf die Ziegelbauweise, besonders wenn es darum geht, größere Neubauprojekte mit vielen neuen Wohnungen zu stemmen. Weitläufige Neubau-Quartiere wie zum Beispiel in der Lion Feuchtwanger Straße 21 (insgesamt 334 neue Wohnungen) in Berlin-Marzahn werden dieses Jahr fertiggestellt – in Ziegelbauweise. Übrigens: den meisten Bauvorhaben sieht man auf den ersten Blick den Ziegel nicht an. Nichts an den Gebäuden ist „rustikal“, im Gegenteil: die Mehrzahl dieser Projekte ist sehr modern gestaltet. Auch, was die Fassade betrifft.
Die BUWOG Group mit Sitz in Berlin ist auf hochmoderne Bauvorhaben in beliebten Wohnlagen spezialisiert. In Spandau, unmittelbar am Ufer der Havel, entstehen 82 Eigentumswohnungen im Sanierungs- und Neubauprojekt „Speicherballett“. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten an den ehrwürdigen Bestandsgebäuden werden Fassaden komplett entfernt und durch hochdämmende Ziegelwände ersetzt. Bei diesem Bauvorhaben setzt der Bauträger auf ein Wassermanagement und ein Energiekonzept.

Ähnliches geschieht im Neubauvorhaben 52° Nord im Baufeld Regattahof. Auch dieses Neubauprojekt wird realisiert von der BUWOG Group. Die drei Mehrfamilienhäuser mit ihren markanten Fassaden und großen Balkonen werden ebenfalls in Ziegelbauweise errichtet. Eine weitere Parallele zum Speicherballett betrifft die Energieversorgung bei 52° Nord. Die künftigen Bewohner der Apartments und Eigentumswohnungen können Wärme und Strom dezentral auf dem Areal erzeugen. Ein 6.000 Quadratmeter großes, quartiereigenes Wasserbecken ist biologisch selbstreinigend und sorgt für ein angenehmes Mikroklima. Der Neubau am Ufer der Dahme in Grünau entsteht zudem in Ziegelbauweise.
Die BUWOG Group ist nicht der einzige Bauträger, der sich bei seinen Bauvorhaben für die Ziegelbauweise entschieden hat. In Berlin-Spandau, auf dem Gelände der revitalisierten Brache des Kraftwerks Oberhavel, befindet sich das umfangreiche Bauvorhaben „Havelmarina“ von HELMA im Bau. Die Gebäude entstehen in wertstabiler, monolithischer Ziegelbauweise. Die Havel ist zum Greifen nah und die Einfamilienhäuser – hier stehen unterschiedliche Typen zur Auswahl – und Eigentumswohnungen sollen Familien ein idyllisches Wohnen am Wasser ermöglichen.

Der Ziegel als Baustoff feiert gerade in Berlin sein Comeback. Bleibt abzuwarten, wohin die architektonische Reise in der Hauptstadt gehen und welche neuen Bauvorhaben sie hervorbringen wird.
Einen Überblick zu Neubauprojekten in Berlin und Umgebung finden Sie auf dem neubau kompass.
Unser Titelbild zeigt das Bauvorhaben „Speicherballett“ (BUWOG).
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